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Barrierefrei Bauen 

Eigentlich müsste es nicht nur Barrierefrei Bauen heißen, sondern auch das Planen müsste mit genannt werden. Denn bereits bei der Planung muss einiges für den späteren Bau beachtet werden, was zu einem späteren Zeitpunkt nur noch schwer zu ändern ist.Barrierefrei Bauen bedeutet, dass Gebäude so errichtet werden, dass alle Menschen sie betreten und nutzen können, ohne dabei irgendwelche Einschränkungen zu haben oder fremde Hilfe zu benötigen. "Design für Alle" oder "Behindertengerechtes Bauen" sind Synonyme für das Barrierefreie Bauen. Alle Planungen oder Bauten werden auf der Grundlage von gesetzlichen Regelungen durchgeführt

Ursprung des Barrierefreien Bauens war ein Umdenken und ein geändertes soziales Bewusstsein der Menschen. Auch Menschen mit Behinderungen oder alte Menschen sollten das Recht auf Selbstbestimmung bekommen und sie sollten die Möglichkeit haben, zum Beispiel Gebäude oder bestimmte Räume in Gebäuden ebenso zu nutzen wie jeder andere Mensch auch. Die Vermittlung der Prinzipien des Barrierefreien Bauens ist besonders für Architekten, Bauplaner und alle, die auf die eine oder andere Art und Weise an Bauten beteiligt sind, wichtig.

Der große Vorteil des Barrierefreien Bauens ist, dass keine Menschen durch ein einzelnes Gebäude diskriminiert werden, etwa, weil es ihnen nicht möglich ist, das Haus überhaupt zu betreten oder in ein bestimmtes Stockwerk zu gelangen.

Generell sind die Kosten für Gebäude, die barrierefrei errichtet werden, immer noch um ein Vielfaches höher, als das bei "normalen" Gebäuden der Fall ist. Dennoch ist es im Sinne der Integration von Menschen und der Gleichbehandlung aller Menschen nötig, den Bau solcher Häuser voranzutreiben und bereits bestehende Gebäude abzuändern.

Von staatlicher Seite aus gibt es inzwischen viele Bestrebungen, das Barrierefreie Bauen voran zu treiben. Ein Beispiel dafür ist die Auszeichnung, die an einzelne Einrichtungen, wie etwa Gaststätten oder Kinos, vergeben wird. Doch diese Bestrebungen müssen noch weiter geführt werden, um irgendwann vielleicht eine komplette Stadt zu haben, die barrierefrei ist.

Beispiel für Barrierefreie Bauten gibt es genügend. So werden in immer mehr Häusern außer den Treppen auch Fahrstühle eingebaut, die so breit sind, dass zum Beispiel auch ein Rollstuhl darin Platz findet. In vielen dieser Fahrstühle findet man die Stockwerksbezeichnung auch in Blindenschrift.

Selbst in Wohnhäusern wird darauf geachtet, dass beispielsweise die Bäder barrierefrei sind. Sie müssen dazu ausreichend groß sein und Dusche und Wanne müssen über einen Sitz verfügen. Außerdem soll das Bad rutschsicher sein. Bisher findet sich das Barrierefreie Bauen allerdings überwiegend in öffentlichen Gebäuden. Bei Privatpersonen findet diese Bauweise in der Regel erst Anwendung, wenn der tatsächliche Bedarf besteht. Dann sind meist Umbaumaßnahmen einzelner Räume oder des gesamten Gebäudes nötig.