Baufinanzierungsrechner

Wer eine Baufinanzierung plant, muss viel bedenken und berechnen. Wie viel Finanzierung kann ich mir leisten? Wie hoch ist die monatliche Belastung? Wie viel Restschuld verbleibt am Ende der Zinsbindung?
Um diese Fragen zu klären und Angebote verschiedener Banken zu vergleichen sollten Baufinanzierungsrechner genutzt werden, die im Internet vielfach kostenlos zur Verfügung stehen.

Zu Anfang jeder Finanzierungsplanung sollte ein Konzept erarbeitet werden. Hierzu gibt es Budgetrechner, in denen sowohl Einnahmen als auch Ausgaben aufgelistet werden. Der hieraus errechnete Überschuss kann dann für die Finanzierung verwendet werden. Der Budgetrechner berechnet jedoch nicht nur den finanziellen Spielraum, sondern hierauf aufbauend die maximal mögliche Kreditsumme bei einem angenommenen Zinssatz (Bsp. 5% p.a.). Die in diesem Rechner getätigten Angaben dienen zwar nur privaten Zwecken, sie sollten dennoch sehr ehrlich beantwortet werden, um einen objektiven Blick auf die finanzielle Situation zu erhalten. Auch sollten die hier ermittelten Werte nicht als feststehende Werte, sondern lediglich als Richtwerte genutzt werden. Auch die Banken erstellen Budgetrechner, aufgrund einiger Pauschalwerte (Lebenshaltungskosten werden z.Bsp. für eine Person auf EUR 650 festgelegt, für jede weitere Person werden EUR 200 berechnet) kann die maximale Belastung jedoch variieren.
Wer die Höhe des aufzunehmenden Darlehens kennt, kann andere Baufinanzierungsrechner nutzen, um die passende Finanzierung zu finden.

In der Regel werden Baufinanzierungen als Annuitätendarlehen vergeben. So kann der Rechner genutzt werden, um die Belastung des Darlehens zu ermitteln. Hier können Kreditsuchende in der Regel unterschiedliche Optionen eingeben (Tilgungssatz verändern, Zinshöhe verändern). Gleichzeitig errechnet der Tilgungsrechner, mit welcher Laufzeit gerechnet werden muss und wie hoch die Restschuld am Ende der Zinsbindung ist. Generell kann man bei Annuitätendarlehen mit einem Tilgungssatz von 1% mit einer Laufzeit von ca. 35 Jahren rechnen.

Zu beachten ist auch bei Tilgungs- und Ratenrechnern, das diese Ergebnisse zur als Richtwert gelten. Der Grund hierfür ist die Zinsgestaltung der Banken. Diese richtet sich bei Baufinanzierungen nach der Bonität, also der Kreditwürdigkeit des Kunden, sowie dem Wert des Hauses, welches finanziert werden soll. Sofern der Kredit nicht mehr als 60% des Objektwertes beträgt, also erstrangig ist, werden günstige Zinsen berechnet. Für Darlehen darüber erheben die Banken jedoch Zinsaufschläge zwischen 0,1%-0,8% p.a. Dies kann zu hohen Differenzen führen.

Die Angebote der Banken sind für Laien oft undurchsichtig. Vergleichbar werden Finanzierungen erst anhand des effektiven Jahreszinses. Sofern dieser nicht angegeben ist (wozu Banken eigentlich verpflichtet sind), kann ein Effektivzinsrechner genutzt werden, der nicht nur den Nominalzins, sondern auch die Zinsbindungsdauer, den Auszahlungskurs sowie Bearbeitungsgebühren berücksichtigt.

Auch Kunden, die bereits eine Baufinanzierung haben und diese aufgrund geringerer Zinsen umschulden wollen, können die Baufinanzierungsrechner nutzen. Hierfür steht zum Beispiel ein Vorfälligkeitsentschädigungsrechner zur Verfügung, der die Höhe der zu zahlenden Entschädigung bei vorzeitiger Darlehensrückzahlung berechnet. Anhand dessen kann dann errechnet werden, ob sich die Umschuldung wirklich lohnt.

Ebenfalls für bereits bestehende Darlehen gibt es Baufinanzierungsrechner für Forward-Darlehen. Diese Darlehen können bis zu drei Jahre vor Ablauf der Zinsbindung abgeschlossen werden, um sich so günstige Zinsen für die Zukunft zu sichern und Planungssicherheit zu gewinnen. Diese Rechner zeigen den durchschnittlichen Zinsaufschlag und die sich hieraus ergebende Belastung.

Fazit: Baufinanzierungsrechner können einen großen Teil der Planungen für die Finanzierung abdecken. Allerdings stellen alle errechneten Größen nur Richtwerte dar, die exakte Berechnung erhalten Antragsteller dann bei der Bank.