Hausfinanzierung ohne Eigenkapital

Eine Baufinanzierung ist eine Sache, die immer sehr gut durchdacht sein will. Vor allem in den Fällen, in denen man eine Haus- oder Baufinanzierung ohne Eigenkapital durchführen möchte. Nicht alle Banken oder Finanzgeber sind davon überzeugt, dennoch gibt es viele Kreditgeber, die eine Baufinanzierung auch ohne den Anteil eines ersparten Eigenkapitals durchführen. Doch dabei sollte man möglichst genau hinschauen.

Gerade in der Hausfinanzierung ohne Eigenkapital gibt es sehr sehr viele schwarze Schafe, welche die potentiellen Kreditnehmer eher finanziell abzocken wollen, denn ihnen wirklich einen Kredit gewähren wollen. Andere bieten die Hausfinanzierung ohne Eigenkapital nur zu horrenden Zinsen an, so dass es fast unumgänglich ist, dass es zu einer Überschuldung kommt. Dann haben diese Finanzgeber ein Haus fast kostenlos erhalten, weil der Kreditnehmer das Haus verkaufen muss oder es zwangsversteigert wird und er den aufgenommenen Kredit zur Baufinanzierung dennoch weiter abzahlen muss Monat für Monat.

Deshalb muss eine Hausfinanzierung ohne das Erbringen von eigenem Kapital sehr sehr gut durchgerechnet werden. Nur so viel Geld darf aufgenommen werden, wie der Bau tatsächlich benötigt, und keinen Cent mehr, damit man nicht noch mehr Zinsen und Zinseszinsen abzahlen muss. Und noch eines ist wichtig: Unbedingt darauf achten, dass der Kreditgeber entweder aus Deutschland kommt oder Zulassung hat, um in Deutschland Kredite vergeben zu können. Keine fadenscheinige Verträge unterschreiben, die man nicht versteht, sondern gegebenenfalls, falls man selbst nicht genug durchsteigt in der Materie, einen Anwalt mit der Durchsicht des Vertrages beauftragen.

Eine Baufinanzierung ohne Eigenkapital ist schwerer zu finden wie Hausfinanzierungen mit einem bestimmten Prozentsatz an Eigenkapital. Viele Kreditgeber sehen es nicht gerne, wenn jemand mit der Nachfrage nach einer Baufinanzierung ohne gegebenes Eigenkapital kommt. Dennoch gibt es auch seriöse Kreditgeber, welche in dieser Situation bereit sind, ein Darlehen zur Finanzierung eines Hauses oder eines Hausbaus zu vergeben. Doch man sollte sich vorher fragen: Kann ich das Darlehen wirklich abtragen? Bin ich in der Lage, das Darlehen, Jahr für Jahr, möglicherweise zwei oder drei Jahrzehnte Monat für Monat abzuzahlen? Liegen schon Vorerkrankungen wie zum Beispiel ein Rückenleiden vor, so dass absehbar ist, dass die Arbeit, die zum Zeitpunkt der Kreditaufnahme vorhanden ist, früher oder später nicht mehr gemacht werden kann? Ist man so abgesichert, dass beide Ehepartner oder Lebenspartner einem festen Beruf nachgehen und ein geregeltes Einkommen haben? Sind noch Kinder geplant? All dies ist wichtig bei der Planung, da man immer alle Eventualitäten mit einberechnen muss. Wenn einer arbeitslos wird, muss der andere die Last alleine tragen. Geht das vom Einkommen her, oder verdient zum Beispiel die Ehefrau nur ganz gering mit oder kann aufgrund von Kindererziehungszeiten zum Teil gar nicht mehr mitverdienen?

Wie bei allen finanziellen Planungen so ist gerade bei der Haus- und Baufinanzierung ohne Eigenkapital besondere Sorgfalt oberstes Gebot. Man sollte hier nicht blauäugig und mit einer rosaroten Brille ausgestattet vorgehen, sondern sorgfältig darüber nachdenken, ob man sich die Finanzierung auf Dauer wirklich leisten kann. Und wenn dies der Fall ist, nicht den ersten, sondern den besten Vertrag unterschreiben!