Bauherrenhaftpflichtversicherung

Wird anderen Menschen vorsätzlich, fahrlässig oder unbewusst auf oder im Grundstück des Eigentümers ein Schaden zugefügt, so haftet dieser bis zur vollen Schadenshöhe. Die Verjährungsfrist beträgt in Deutschland 30 Jahre. Im konkreten Schadensfall kann das für den Eigentümer der finanzielle Ruin sein.

Gegen vorsätzliche Schäden gibt es keine Versicherung. Aber fahrlässige, oder unbewusste Schäden können mit einer Haftpflichtversicherung abgedeckt werden. Eine solche Versicherung wehrt auch unberechtigte Schadenersatzansprüche vom Versicherungsnehmer ab. Besitzer von Einfamilienhäusern sind mit ihrer Familie mit einer Privathaftpflichtversicherung auch für Haftpflichtschäden am Einfamilienhaus mit versichert. Besitzer von Mehrfamilienhäusern müssen zusätzlich eine Grundbesitzerhaftpflichversicherung abschließen.

Dabei ist unbedingt zu beachten, dass der Versicherungsschutz bei beiden Versicherungen für das Haus erst beginnt, wenn es fertig ist. Die Baustelle, oder Bauarbeiten zur Fertigstellung sind nicht versichert.

Beim Hausbau kann sehr viel passieren. Auch wenn Firmen arbeiten, wird sich bei einem Schaden der Geschädigte immer zu erst an den Grundstückseigentümer, bzw. Bauherren wenden. Die verbreitete Meinung, dass die beauftragten und ausführenden Firmen im Schadensfall haften ist nicht richtig. Der Bauherr ist verantwortlich, dass von der Baustelle keine Gefährdung für andere Personen ausgeht. Er ist auch verantwortlich, wenn trotz Absicherung eine Person, oder Kinder die Baustelle unbefugt betreten und zu Schaden kommen. Eigentlich ist es unmöglich, eine Baustelle vor allen unvorhergesehenen Gefahren zu sichern.

Helfen kann hier nur eine Bauherrenhaftpflichtversicherung. Diese Versicherung sichert den Bauherren in der Bauphase bis zur Fertigstellung des Hauses vor Haftpflichtansprüchen ab.

Beim Abschluss der Bauherrenversicherung muss unbedingt eine genügend hohe Absicherung für den Schadensfall erfolgen. Es gibt Versicherungen, wo die Bausumme als Richtwert gilt. Andere Anbieter legen eine versicherte Höchstsumme für den Schadensfall fest. Wichtig ist, dass der Versicherungsschutz optimal ist. Eine Unterversicherung kann im Schadensfall persönliche Zuzahlung bedeuten, wenn die vereinbarte Deckungssumme überschritten wird.

Beachtet werden muss auch, dass bei vielen Bauherrenversicherungen der Bauherr selbst, wenn er Eigenleistungen erbringt nicht versichert ist. Hier muss eine extra Versicherung abgeschlossen werden. Die Laufzeit des Vertrages ist so zu vereinbaren, dass er erst endet wenn alle Bauarbeiten beendet wurden. Wer zum Beispiel in das unverputzte Haus einzieht, benötigt für das Verputzen noch die Versicherung.

Bei gleicher Deckungssumme können die Beiträge und Versicherungsbedingungen der einzelnen Versicherer unterschiedlich sein. Mit einem Versicherungsvergleich kann der Bauherr Kosten einsparen. In den Vergleich sollten nicht nur die Anbieter der Stadt, oder Region einbezogen werden. Sehr bequem und ohne Beeinflussung kann der Bauherr die Bauherrenhaftpflichtversicherung der verschiedenen Anbieter im Internet vergleichen. Die gewünschte Absicherung wird beim jeweiligen Anbieter eingegeben und die Beiträge und Versicherungsbedingungen werden sofort aufgelistet. Nach einem umfangreichen Vergleich kann in der Regel der Antrag auch über das Internet gestellt werden. Schon nach wenigen Tagen wird dann der Vertrag zugeschickt.