Glasversicherung

Scherben bringen Glück!
Das stimmt nicht immer und wer weiß wie teuer Glasschäden sein können, der sollte eine Glasversicherung in Erwägung ziehen.
Was deckt eine Glasversicherung in der Regel ab?
Versicherte Sachen sind in der Regel die im Vertrag bezeichneten Gegenstände
1. Scheiben, Platten und Spiegel aus Glas;
2. Scheiben aus Kunststoff;
3. Platten aus Glaskeramik;
4. Glasbausteine und Profilbaugläser;
5. Lichtkuppeln die aus Glas oder Kunststoff bestehen;
6. Sonstiges.

Die Glasversicherung ersetzt auch die entstandenen Kosten und Aufwendungen die sich im Schadensfall zwangsläufig ergeben, so zum Beispiel:
1. Aufwendungen, auch erfolglose, die der VN zur Minderung bzw. Abwendung des Schadens für notwendig gehalten hat;
2. Aufwendungskosten die z. B. aus Notverglasungen oder Notverschalungen entstanden sind;
3. Entsorgungskosten, das sind Kosten die sich aus dem Abtransport von Glas und sonstigen Resten ergeben;
4. zusätzliche Leistungen wie z. B. Kran- oder Gerüstkosten (muß oft zusätzlich vereinbart werden);
5. die Erneuerung von Anstrich, Malereien, Verzierungen und Folien auf den im Versicherungsvertrag aufgeführten versicherten Sachen;
6. das Beseitigen und Wiederanbringen wie z. B. Schutzgitter, Markisen usw.;
7. die Beseitigung von Schäden an Beschlägen, Mauerwerk, Schutzeinrichtungen und Alarmanlagen.

Versicherungsschutz besteht nur innerhalb des Versicherungsortes; das ist der Ort in dem sich die lt. Versicherungsvertrag bezeichneten Räume und Gebäude befinden.
Verglasungen an Gebäuden sind ebenfalls nur an ihrem bestimmungsgemäßen Platz versichert.
Der VN ist verpflichtet bei Abschluß des Vertrages alle ihm bekannten Umstände und Risiken, die für die Gefahrenübernahme erheblich sind, dem Versicherer mitzuteilen.
Bei Nichteinhaltung dieser Anzeigepflicht ist der Versicherer berechtigt vom Vertrag zurückzutreten bzw. er ist leistungsfrei.
Der VN darf nach der Antragsstellung ohne Genehmigung des Versicherers keine Gefahrenerhöhung vornehmen oder gestatten.
Jede Gefahrenerhöhung die dem VN bekannt wird ist unverzüglich dem Versicherer anzuzeigen, auch dann wenn sie ohne seinen Willen eintritt.
Gefahrenerhöhungen für die Glasversicherung liegen u. a. vor, wenn
1. Umbauten, Auf- oder Abbau von Gerüsten am Versicherungsort oder in dessen unmittelbarer Umgebung stattfinden,
2. 60 Tage oder mehr die Wohnung unbewohnt bleibt;
3. der Betrieb dauerhaft stillgelegt wird;
4. das Gebäude auf unbegrenzte Zeit leersteht.

Dem Versicherer ist unverzüglich die Aufnahme eines Betriebes, gleich welcher Art unverzüglich anzuzeigen.
Umstände die die Gefahr erhöhen, werden durch gefahrmindernde Umstände ausgeglichen, soweit dies mit dem Versicherer vereinbart wurde.

Ein weiterer sehr wichtiger Bestandteil sind die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften.
Der VN hat alle gesetzlichen, amtlichen oder die in dem Versicherungsvertrag eingetragenen Sicherheitsvorschriften unbedingt zu beachten.
Die versicherten Sachen müssen zudem fachmännisch und nach den zulässigen Regeln der Technik eingebaut und erstellt sein.
Verletzt der VN die Sicherheitsvorschriften, dann ist der Versicherer ebenfalls berechtigt zur Kündigung, dies gilt jedoch nicht wenn die Verletzung weder grob fahrlässig noch vorsätzlich begangen wurde.
In der Regel werden zerstörte oder beschädigte Sachen durch Liefern und Montieren von Sachen gleicher Art und Qualität ersetzt (Naturalersatz).
Versicherungsleistungen in Geld werden nur erbracht, wenn eine Ersatzbeschaffung zu den üblichen Wiederherstellungskosten nicht machbar ist.

Es muss jeder selbst entscheiden, ob für ihn eine Glasversicherung in Frage kommt oder nicht.
Für Otto Normalverbraucher genügt die normale Hausratversicherung bzw. Private Haftpflichtversicherung sofern Glasschäden zu den Versicherungsleistungen gehören.