Immobilien und Versicherungsschutz

Über die Zufriedenheit und Freude, eine Immobilie zu besitzen, sollte der Versicherungsschutz nicht in Vergessenheit geraten und es ist zu überdenken, welche Ereignisse zu Problemen und Kosten führen könnten.

Da das Gebäude bzw. Wohngebäude selbst in den meisten Fällen den größten Wert darstellt ist das A und O der Abschluss einer Gebäudeversicherung. Bei dieser wird bedacht, welche Geschehnisse zu besonders großen Schäden und einer damit verbundenen Wertminderung führen.

Ein Blitzschlag oder eine Explosion kann ein Feuer mit besonders verheerenden Folgen nach sich ziehen, denn das Gebäude könnte im schlimmsten Fall völlig abbrennen. Bei Unwettern mit Sturm und Hagel entstehen vorrangig Schäden an Dächern. Umstürzende Bäume oder andere vom Sturm getriebene Gegenstände können ebenso auf oder gegen das Gebäude stürzen. Geplatzte Wasserrohre können Kosten entstehen lassen, die oft nicht abzusehen sind und sich teilweise erst nach Monaten ergeben. Nicht immer bleibt es beim durchtränkten Teppich oder nassen Tapeten. Ist das Wasser erst einmal ins Mauerwerk eingedrungen, können spätere Schimmelbildung, aufquellendes Parkett oder ähnliche Erscheinungen als Folgeschäden des Wassereinbruchs bei der Versicherung geltend gemacht werden.

Die Gebäudeversicherung deckt also Schäden durch Feuer, Sturm und Hagel sowie durch Leitungswasser ab. Bei Abschluss eines Vertrages für eine Wohngebäudeversicherung sollten vorhandene Nebengebäude, wie Stallungen, Garagen usw., konkret angegeben werden, um diese in den Versicherungschutz einzubeziehen. Automatisch mit versichert sind Einrichtungen oder Elemente, die mit dem Bau fest verbunden sind, wie z. B. Wandschränke.

Scherben bringen leider nicht immer Glück und wer bereits einmal das Zubruchgehen eines Wintergartenfensters zu beklagen hatte, wird dem zustimmen. Große Fenster sind schön und sinnvoll, denn sie ermöglichen gute Ausblicke und helle Räume, ebenso verglaste Türen. Auch bei der Inneneinrichtung, wie z. B. bei Vitrinen, Spiegel, Lampen oder Glasplatten spielt dieses zerbrechliche Material eine große Rolle. Glas ist teuer, zumal es sich dabei oftmals um ganz besondere Formen und Sonderanfertigungen handelt. Bedenkt man, wie schnell es versehentlich durch Schlag und Stoß zerstört werden kann, wird der Sinn einer Glasversicherung deutlich.

Ein absolutes Muss ist eine Hausratversicherung. Die Einrichtung einer Küche, die im Wert durch das Vorhandensein moderner Elektrogeräte recht hoch einzustufen ist und auch die Möbel aller anderen Räume würden bei einem entstandenen Schaden, der durch einen Wasserrohrbruch, Einbruchdiebstahl oder z. B. Brand eintreten kann, einen großen finanziellen Verlust darstellen. Dazu kommt evtl. das Vorhandensein eines teuren Musikinstruments, Schmuck, Antiquitäten und das in jedem Haushalt befindliche Bargeld. Selbst die Kleidung der Familienmitglieder bezieht die Hausratversicherung mit ein. Wenn eine defekte Waschmaschine, einen teuren Wollpullover auf Puppengröße schrumpfen lässt, ist das schon sehr ärgerlich.

Abhängig von der geografischen Lage eines Grundstücks mit der darauf befindlichen Immobilie, ist der Abschluss eines Versicherungsvertrages gegen Hochwasser in Erwägung zu ziehen, denn die Hochwassergefahr in entsprechenden Lagen ist in den letzten Jahren drastisch gestiegen. Die durch Hochwasser eingetretende Schäden sind oftmals so gravierend, dass sie für eine Familie den völligen Ruin bedeuten können.

Die Höhe der jeweils abzuschließenden Versicherung orientiert sich generell am Wert der zu versichernden Sache oder des Objekts, sollte aber in jedem Fall gut durchdacht und nach Neuanschaffungen angepasst werden, um eine Unterversicherung zu vermeiden und im Schadensfall auf eine ausreichende Regulierung verzichten zu müssen.

Wer nun erst den Bau einer Immobilie plant oder in Angriff nimmt, sollte bereits im Vorab Umsichtigkeit beweisen und versuchen, im Ernstfall entstehenden finanziellen Problemen oder Forderungen, die durch eingetretene Schäden auf einen Bauherren zukommen können, zu entgehen.

Dies ist durch eine Bauherrenhaftpflichtversicherung möglich. Hierbei besteht eine gesetzliche Haftpflichtversicherung des Versicherungsnehmers als Bauherr und als Haus- und Grundstücksbesitzer. Weiterhin erhält man Unterstützung bei der Erhebung unberechtiger Ansprüche durch am Bau Beteiligte, man ist bei unterschiedlichen Schadenseintritten während Eigenbauleistungen versichert und die Versicherung tritt bei Regress-Ansprüchen der Berufsgenossenschaft ein.

Kommt es während der Bauphase z. B. durch Diebstahl und Einbruch zu Verlusten oder Beschädigungen bereits montierter Einrichtungen, übernimmt eine Bauleistungsversicherung die so entstandenen Kosten. Gewahrt werden auf diese Weise aber auch die Interteressen des Bauherren sowie die der beteiligten Unternehmen bei der Einhaltung der vertraglich vereinbarten Forderungen, Vorgehensweisen, des Bauverlaufs u. a.

Über die tatkräftige Unterstützung von Freunden, Bekannten und Verwandten beim Bauvorhaben wird sich jeder Bauherr freuen. Bedenken muss er aber, dass es besonders bei Nichtfachleuten bei der Ausführung ungewohnter Tätigkeiten sehr schnell zu Unfällen und Verletzungen kommen kann, die leider nicht immer mit leichten Blessuren abgehen. Aus diesem Grund ist der Bauherr verpflichtet, seine Helfer umgehend bei der Bau-Berufsgenossenschaft zu melden und damit eine Bauhelferunfallversicherung abzuschließen. Kommt der Bauherr dieser Pflicht nicht nach, muss er mit einer Bestrafung rechnen - die Bauhelfer sind trotz Versäumnis versichert. Es gibt auch Versicherungen, wo man Lampen und Leuchten versichern kann.  Kosten eigener Unfallschäden muss der Bauherr mit einer privaten Unfallversicherung abdecken.