Immobilien - vier Wände zum Wohnen und Arbeiten

Die ersten Immobilien waren Hütten, Höhlen oder Zelte. Der Mensch kann ohne ein Dach über dem Kopf nicht leben - deswegen sind Immobilien schon immer begehrte Güter gewesen. Ein eigenes Haus und eigener Grund gelten seit Menschengedenken als wichtige Lebensbasis.

Neben Wohnimmobilien gibt es gewerblich genutzte Gebäude, die auch Gewerbeimmobilien genannt werden. Unser Wirtschaftsleben spielt sich zum ganz großen Teil in Immobilien ab - Fabrik- und Lagerhallen, Bürogebäude, Werkstätten, Gasthäuser und Hotels, um nur einige zu nennen. Feste Behausungen sind für das wirtschaftliche wie kulturelle Leben weltweit von grundsätzlicher Bedeutung. Auch deshalb gelten Immobilien traditionell als wertstabile Geldanlage.

Die Eigenheimquote liegt in Deutschland bei 42 Prozent. Weniger Haus- und Wohnungsbesitzer gibt es in Europa nur noch in der Schweiz mit 35 Prozent. Über die Hälfte aller Menschen in Deutschland leben zur Miete und müssen Monat für Monat einen erheblichen Teil ihres Einkommens an den Haus- oder Wohnungsbesitzer zahlen. Seit einigen Jahren liegen die Zinssätze für Bauspar- oder Hypothekendarlehen weit unter dem langjährigen Mittelwert. Außerdem sind Häuser und Wohnungen in den vergangenen Jahren kaum teurer geworden. Wer Wohneigentum erwerben möchte, sollte diese günstigen Rahmenbedingungen möglichst bald nutzen.

Worin liegen die Vorteile einer selbstgenutzten Immobilie? Über Eigentum kann der Besitzer im Rahmen der bestehenden Bauordnung frei verfügen. Er muss keinerlei Rücksichten auf einen Besitzer nehmen und kann die eigenen Vier Wände nach eigenem Geschmack gestalten. Zwar gibt es in Deutschland einen umfassenden Mieterschutz, dennoch sind viele Mieter vor der Kündigung ihrer Wohnung nicht sicher. Dieses Risiko entfällt bei Wohneigentum komplett.

Ein Eigenheim oder eine Eigentumswohnung werden in der Regel nicht bar bezahlt, sondern zu einem großen Teil finanziert, dabei gibt es unterschiedliche Möglichkeiten einer Immobilienfinanzierung. Der Haus- oder Wohnungskäufer muss diese Schulden über viele Jahre hinweg zurückzahlen. Diese Rückzahlungen sind aber einem Sparplan zu vergleichen, da der Wert einer Immobilie in der Regel konstant bleibt oder steigt. Damit unterscheidet sich die Anschaffung eines Hauses oder einer Wohnung grundsätzlich von jeder anderen Konsumentscheidung: Wer sich für sein Eigenheim verschuldet, investiert langfristig in sein eigenes Vermögen.

Wohneigentum stellt zudem einen sinnvollen Beitrag zur Altersvorsorge dar. Eine schuldenfreie eigene Immobilie erspart die monatlichen Mietkosten und schützt vor unkalkulierbaren Mietsteigerungen. Darüber hinaus eignen sich Immobilien ganz allgemein als Geldanlage. Es gibt viele Möglichkeiten, sein Kapital in Immobilien zu investieren. Je nach den eigenen finanziellen Möglichkeiten, kann man eine Wohnung, ein Mietshaus oder eine gewerblich genutzte Immobilie kaufen und anschließend vermieten. Eine solche direkte Investition ist allerdings mit einem erheblichen Aufwand verbunden - beginnend bei der richtigen Auswahl des Objektes über die Organisation der Vermietung bis hin zu Renovierungsarbeiten. Wer diesen Aufwand scheut und sein Geld dennoch in Immobilien anlegen möchte, kann zu Immobilienfonds greifen. Mit den erworbenen Fondsanteilen ist man Mitbesitzer mehrerer Immobilien. Die Investition in viele verschiedene Objekte garantiert zudem eine ausgewogene Risikostreuung. Immobilienfonds investieren nicht nur in deutsche Objekte, sondern - je nach Fondsstruktur - europa- oder weltweit. Immobilienfonds zeichnen sich aus durch eine konstante Wertentwicklung, starke Wertschwankungen wie bei Aktienfonds sind nahezu ausgeschlossen.

Ein sehr wichtiger Aspekt ist auch, wer selber bauen möchte, sollte auch an die nötigen Versicherungen denken.